Jahresbericht 2016

Jahresbericht 2016

Feu­er­weh­ren Kemel und Wat­zel­hain legen Ein­satz­ab­tei­lun­gen zusam­men – 83 % mehr Ein­sät­ze in 2016 – Neue Wehr­füh­rung gewählt

Die bei­den Ein­satz­ab­tei­lun­gen Kemel und Wat­zel­hain, die nun schon im zwei­ten Jahr in einem gemein­sa­men Aus­bil­dungs- und Aus­rü­cke­ver­bund koope­rie­ren, muss­ten ver­gan­ge­nes Jahr im Ver­gleich zu 2015 mit 67 Alar­mie­run­gen deut­lich öfter aus­rü­cken. Das sind 38 Ein­sät­ze mehr. Hier sind beson­ders ein Ver­kehrs­un­fall mit zwei Toten auf der B260, ein bren­nen­der Mäh­dre­scher, Trak­tor und Pkw sowie 19 Unwet­ter­ein­sät­ze, die Ret­tung eines Pfer­des aus einem Gra­ben zusam­men mit den Kame­ra­den aus Lau­fen­sel­den, die Besei­ti­gung einer kilo­me­ter­wei­ten Ölspur und diver­se Brand­mel­deralar­me in Sprin­gen, Lau­fen­sel­den und Gre­ben­roth zu nen­nen. 10 mal wur­den die Ret­ter über­ört­lich ange­for­dert: sechs mal durch Bad Schwal­bach, zwei Mal durch den Rhein­gau Tau­nus-Kreis bei Gefahr­gut­ein­sät­zen sowie zur Unter­stüt­zung der Feu­er­wehr Lorch beim Groß­brand der Kam­mer­burg.

Im Rah­men der regel­mä­ßi­gen Übungs­diens­te sta­chen unter ande­rem — mit dem The­men­schwer­punkt “Tech­ni­sche Hil­fe bei Ver­kehrs­un­fäl­len” — der Besuch bei der Fir­ma Engel­hardt in Kemel sowie ein inten­si­ves Pra­xis-Semi­nar bei der Adam Opel AG in Rüs­sels­heim her­aus.

Bei drei Alarm­übun­gen der Hei­den­ro­der Weh­ren im Gemein­de­ge­biet konn­ten unter­schied­li­che Ein­satz­sze­na­ri­os unter Real­be­din­gun­gen geübt wer­den. So galt es z. B. beim simu­lier­ten Bus­un­fall an der Heim­ba­cher Del­le einen gan­zen Bus zu eva­ku­ie­ren. Wei­te­re von der Gemein­de durch­ge­führ­te Übun­gen waren ein Brand der Wind­kraft­an­la­gen sowie ein Test der in Lau­fen­sel­den ein­ge­rich­te­ten Unwet­ter­zen­tra­le mit einer Viel­zahl von Ein­sät­zen, die in Echt­zeit abge­ar­beit wer­den muss­ten.

Ein­satz­ab­tei­lun­gen zusam­men­ge­legt

Durch die auf der regu­lä­ren Jah­res­haupt­ver­samm­lung im Janu­ar per Mit­glie­der­ent­scheid offi­zi­ell abge­seg­ne­te Auf­nah­me der Akti­ven aus Wat­zel­hain ver­fügt die Feu­er­wehr Kemel nun über 33 Ein­satz­kräf­te (davon zwei in der Tagesalar­mie­rung), die im Ernst­fall zu einem Brand, Unfall oder ande­ren Ein­sät­zen aus­rü­cken.

So sprach auch Bür­ger­meis­ter Vol­ker Die­fen­bach auf der Jah­res­haupt­ver­samm­lung den Kame­ra­din­nen und Kame­ra­den sei­nen Dank für ihren Ein­satz aus und lob­te die Fusi­on von Kemel und Wat­zel­hain als ein zukunfts­wei­sen­des Modell. Mit dem Ein­bau einer Abgas­ab­saug­an­la­ge für die Fahr­zeu­ge Ende 2016 im Gerä­te­haus tra­ge die Gemein­de Hei­den­rod den gestie­ge­nen Anfor­de­run­gen an den Feu­er­wehr­stütz­punkt Kemel Rech­nung, resü­mier­te der Gemein­de­chef.

Der Stand­ort Wat­zel­hain bleibt erhal­ten und wird um eine Gerä­te­hal­le für das dort vor­ge­hal­te­ne Mann­schafts­trans­port­fahr­zeug ergänzt.

Die gemein­sa­me Ein­satz­ab­tei­lung wer­de zudem in Kür­ze das Lösch­fahr­zeug aus Hei­den­rod-Zorn über­neh­men und in Kemel sta­tio­nie­ren. Die Beschaf­fung eines Staf­fel­lösch­fahr­zeugs StLF 20/25 als Ersatz für das in die Jah­re gekom­me­ne Hil­fe­leis­tungs­lösch­fahr­zeug befin­det sich auf der Ziel­ge­ra­den, nach­dem das Land Hes­sen För­der­mit­tel in Höhe von 70.000,- Euro für Hei­den­rod bewil­ligt hat.

Ein gro­ßes Event für die Kin­der­feu­er­wehr war der Kin­der­feu­er­wehr­tag in Hün­stet­ten, an dem 25 Kin­der aus Hei­den­rod teil­nah­men. Außer­dem stand ein Aus­flug zur Feu­er­wa­che Wies­ba­den und die Über­nach­tung im Feu­er­wehr­ge­rä­te­haus auf dem Pro­gramm. Ver­an­stal­tungs­hö­he­punkt im kom­men­den Jahr wird der Kin­der­feu­er­wehr­tag am 18.06.2017 sein, der dies­mal von den Kemelern orga­ni­siert wird.

Neu­er Jugend­wart ist Lukas Herr­mann, der damit Erik Zos­ke in die­ser Funk­ti­on ablöst.

Ein­zel­ne För­der­ver­ei­ne blei­ben bestehen

Dirk Wall­mich­rath gab auf der Jah­res­haupt­ver­samm­lung sicht­lich bewegt sei­nen Abschied als Vor­sit­zen­der des För­der­ver­eins der Feur­wehr Kemel bekannt. Die Anwe­sen­den zoll­ten ihm Dank für sein Enga­ge­ment im Amt, das er aus pri­va­ten Grün­den nie­der­legt. Als Nach­fol­ge­rin wähl­ten die Mit­glie­der aus den Rei­hen der akti­ven Tan­ja Böer. Die bei­den För­der­ver­ei­ne Kemel und Wat­zel­hain blei­ben auch nach dem Zusam­men­schluss der Ein­satz­ab­tei­lun­gen bestehen.

Beför­de­run­gen und Ehrun­gen

Jeweils zur Ober­feu­er­wehr­frau beför­dert wur­den Mela­nie und Tan­ja Böer, Kame­ra­din Frie­de­ri­ke Pos­sin zur Haupt­feu­er­wehr­frau. Kai Ros­sel konn­te die Beför­de­rung zum Haupt­feu­er­wehr­mann und Tobi­as Koch­mann zum Brand­meis­ter ent­ge­gen­neh­men.

Wei­ter­hin wur­den für lang­jäh­ri­ge Treue zum För­der­ver­ein geehrt: Hel­ge Hen­ning, Heinz Nuss­baum und Erhard Rip­per für 40 Jah­re Mit­glied­schaft und auf 25 Jah­re Mit­glied­schaft kön­nen Bern­hard Hoff­mann, Man­fred Mieth­lin­ger, Mar­git Sauer­wein und Sohan Singh-Dha­li­wal zurück­bli­cken Die Aus­zeich­nung für 15-jäh­ri­ge Mit­glied­schaft erhiel­ten Micha­el Chris­te, John Onley, Hen­ry Schul­ze und Uwe Zos­ke.

Ralf Struth als Wehr­füh­rer bestä­tigt

Am 18.02.2017 wähl­ten die akti­ven Kame­ra­den auf einer außer­or­dent­li­chen Jah­res­haupt­ver­samm­lung eine neue gemein­sa­me Wehr­füh­rung, was durch den bereits erwähn­ten Zusam­men­schluss der Ein­satz­ab­tei­lun­gen Kemel und Wat­zel­hain not­wen­dig gewor­den war. Im Amt bestä­tigt wur­de Ralf Struth, sein neu­er Stell­ver­tre­ter ist Jörg Weber, der damit Tobi­as Koch­mann ablöst, da die­ser das Amt aus beam­ten­recht­li­chen Grün­den nicht mehr aus­üben konn­te.

Auch wur­de der Feu­er­wehr­aus­schuss neu gewählt, denen neben den Funk­ti­ons­trä­gern der Akti­ven- und Jugend­ab­tei­lung als Ver­tre­ter der Ein­satz­ab­tei­lung Ober­lösch­meis­ter Sven Spon­sel, Haupt­feu­er­wehr­mann Mar­co Nie­ten und Ober­feu­er­wehr­mann Stef­fen Kem­pe­nich ange­hö­ren.

GBI Jür­gen Schröm­ges hän­digt Lukas Herr­mann die Ernen­nungs­ur­kun­de zum Ober­feu­er­wehr­mann aus.

Dem bis­he­ri­gen Wehr­füh­rer von Wat­zel­hain, Sven Spon­sel, und sei­nem Stell­ver­tre­ter Tho­mas Dör­wald wur­den von Sei­ten der Ein­satz­ab­tei­lung und des För­der­ver­eins Wat­zel­hain Prä­sen­te zum Dank für das geleis­te­te Enga­ge­ment über­reicht. Beson­ders her­vor­zu­he­ben sind auch die Bemü­hun­gen des ehe­ma­li­gen Wehr­füh­rers von Wat­zel­hain, Sven Spon­sel, der damit den Zusam­men­schluss maß­geb­lich vor­be­rei­te­te.